Die letzten Tage in Deutschland

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Die letzten Tage auf deutschem Boden

Abschied nehmen. Aber von wem denn? Und warum? Es fühlt sich nicht an wie Abschied nehmen. Vielleicht ein bisschen wie „Tschüs, wir sehen uns morgen wieder“. Ja, es ist nicht viel schwerer „wir sehen uns dann in zehn Monaten“ zu sagen. Es ist mit dem genau gleichen Gefühl verbunden. Eine Erleichterung über das In-Sich-Kehren, ein versprochenes Wiedersehen und ein fehlendes Gefühl für den wahren Zeitraum der Trennung. Wenn man fast ein ganzes Jahr weggeht, gehört es dazu, sich bei denen zu verabschieden, die einem an nächsten stehen, doch ich hatte gedacht, dass dabei mehr Schmerz und Überwindung dazu gehören. Mir fehlt jedoch jegliches Gefühl für das Kommende. Richtige Abschiede tun weh, doch nun, nachdem ich mich von allen Freunden in Deutschland verabschiedet habe, fehlt der Schmerz, der doch für jeden Abschied angekündigt wird. Es fühlt sich nach Nichts an, es ist kein gutes Gefühl, die Leute nicht bald wiederzusehen, aber es ist auch kein schlechtes. Dennoch wird es Zeit, an dieser Stelle auch die Mühe zu würdigen, die sich insbesondere meine Klasse im Internat gab. Besonders bedanken möchte ich mich bei Lydia und Emmi, die mir mit tollen Ideen und ihrer herzlichen Art einen wunderschönen letzten Tag beschert haben, der schon um Mitternacht begann. Nämlich damit, dass aus den Boxen in meinem Zimmer plötzlich das Lied „leaving on a jetplane“ erklang und ein guter Teil meiner Klasse mit Chips, Keksen und Getränken in meinem Zimmer stand. Wir sprachen, spielten und lachten, sodass der Tag oder besser die kurze Nacht schon mit Spaß anstatt mit Abschiedsschmerz begann. Auch bekam ich zwei richtig süße T-Shirts mit Unterschriften des ganzen Jahrgangs und meines Debating-Teams. Am Tag hatte dann jeder meiner Mitschüler eine ganz eigene, individuelle Art, mir noch einmal Tschüss zu sagen. Besonders ragte dabei aber Lydia heraus, die ein weiteres Mal ihr besonderes Talent als Hobby-Konditorin unter Beweis stellte: Alleine für mich buk sie eine Torte in Form eines Koffers, die zu beschreiben mir kaum möglich wäre, weshalb ich hierzu ein Foto beigefügt habe. An dieser Stelle bleibt mir wirklich nur, mich zu bedanken. Ich kenne außer Lydia niemanden, der solche Meisterwerke aus etwas Mehl und Zucker schaffen kann… 😀

Außerdem verbrachte ich den Nachmittag mit Lydia in der Stadt und räumte am Abend mein Internatszimmer leer. Jetzt sah es wirklich aus, als würde ich gehen. Doch noch immer scheint es nicht so zu sein. Ich gehe in zwei Tagen. Es wird Zeit, das endlich zu bemerken! 😀

Ein Gedanke zu “Die letzten Tage in Deutschland

  1. Dunya ich wünsch dir alles alles Liebe und Gute in Indien! Tolle Erfahrungen, viel Spaß und ein unvergessliches Jahr. Ich hoffe wir sehen uns danach schnell wieder!😊
    Deine Amy💕💕

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